Nautle Zunftmeister Josef Entreß bat „die Jüngeren“ nach vorn. Michael Dietrich und Jan Klein führen den Verein nun als Doppelspitze. Auch Stabführer Johannes Heinzelmann sagte Adieu. Von Hubert Pfister
Nach 34 Jahren als Vorstandsmitglied – zehn als Zunftrat, zehn als Stellvertreter und 14 als Zunftmeister – stellte sich Josef Entreß bei der Jahreshauptversammlung der Narrenzunft Nautle nun nicht mehr zur Wahl. Hundert Besucher waren zu der Sitzung im Gasthaus „Kleineschle“ erschienen – Zeichen dafür, dass es sich um einen außergewöhnli chen Anlass, einen historischen Moment in der Vereinsgeschichte handelte.
Entreß streifte kurz die Veranstaltungen des vergangenen Jahres, bevor er auf die Gründe einging, warum er sein Amt zur Verfügung stellt: 34 Jahre als Vorstandsmitglied seien genug. „Jetzt müssten Jüngere ran.“ Seinen Dankesworten an die zahlreichen Weggefährten folgte ein Rat an die Nachfolger: „Haltet das Brauchtum hoch, pflegt einen guten Umgang mit den Mitgliedern, haltet ebenso den Kontakt zu den Burladinger Vereinen wie auch zum Narrenring, zu den Stadtnarren, zur Stadtverwaltung und zu den Sponsoren.“ Nicht zuletzt sei netsspiel ein – die „Die Weiberwallfahrt“. Der Erfolg habe wieder einmal die Erwartungen übertroffen, Pfister sagte aber auch, dass man in der Schauspielerriege gerne Nachwuchs integrieren würden. Außerdem häuften sich Klagen von Einwohnern, wonach manche Straßenzüge von den Hauzegsladern nicht aufgesucht werden. Dieses Problems will sich Pfister im Vorfeld der kommenden Fasnet in einer eigenen Sitzung annehmen. Der Besuch möglichst aller Häuser, machte der Spielleiter deutlich, sei ein integraler Bestandteil des Fasnetsspiels.
Kassierer Johannes Maier gab einen zufriedenstellenden Kassenbestand. Johannes Maier stellte anschließend die geplante Satzungsänderung vor. Neben weiteren Punkten geht es vor allem darum, dass künftig bis zu drei gleichberechtigte Zunftmeister an der Spitze des Vereins stehen können. Der Beschluss darüber erging einstimmig.