Mittwoch, 12 August 2020

Narrenzunft Bauzemeck Ostrach

Zunftbeschreibung

OstrachDie Bauzemeckzunft Ostrach e.V. ist ein Verein, der sich die Pflege des Brauchtums, insbesondere des fasnächtlichen Brauchtums, zum Ziel gesetzt hat. Gegründet in der heutigen Form wird sie im Jahre 1949. Selbstverständlich war die Fasnet schon viele Jahre ein fester Bestandteil der festesfreudigen Ostracher Bürger. Die erste Erwähnung datiert aus dem Jahre 1736.
Die Bauzemeckzunft Ostrach schließt sich 1956 mit den Narrenzünften Altshausen und Herbertingen zur Bruderschaft der OHA zusammen, in die 1968 die Bräutelzunft Scheer mit aufgenommen wird. 1969 gehört die Bauzemeckzunft Ostrach mit der ganzen OHA-Bruderschaft und den Gabelzünften zu den Gründern der „Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte“.

Narrenruf :  Bauze - Meck

www.bauzemeckzunft-ostrach.de

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Der Bauzemeck

Bauzemeck1Der Bauzemeck ist die Narrenfigur, die der Narrenzunft Ostrach sowohl den Namen als auch den Narrenruf beschert: „Bauze – Meck“. Er stellt einen Riedgeist dar und verkörpert das Dämonische in der Ostracher Fasnet. Die Maske ist dunkel und Angst einflößend. Sein Häs aus grünem und braunem Bast erinnert an das Schilf der Riedlandschaft. Dieser Eindruck wird noch verstärkt durch den Wasenspaten, der früher zum Torfstechen verwendet wurde.
Die erste Erwähnung des Bauzemeck finden wir in der Narrenzeitung „D´r Bautzemeck“ aus dem Jahre 1951. Zunftmeister Max Schmitt beschreibt „zwei neue, beziehungsweise wiedererstandene Originalmasken, von A. Scheck´s Meisterhand geschaffen und von vielen Tausenden in Stockach mit Bewunderung aufgenommen, der Bautzemeck und die Riedhexe“.

Das Blätzle

Blaetzle1Die Narrenfigur des Blätzle gehört zu der weitverbreiteten Familie der Fleckennarren. Auf dem Häs sind 1030 Blätzle in den Zunftfarben gelb, braun und grün aufgenäht. Die Glattlarve besitzt ein freundliches, keckes Gesicht. Einige der Blätzle tragen ein mehrtöniges Geschell, das vor allem beim Sprung auf traditionelle Märsche eine enorme akustische Wirkung entfaltet. Das Geschell galt ja über viele Jahrhunderte als das wichtigste Narrenmerkmal schlechthin. Als Narrenattribut besitzt das Blätzle eine Wurst.
Das Blätzle bereichert die Bauzemeck-Zunft seit 1957. In den ersten Jahren trug es anstelle der Wurst einen Rohrkolben aus dem Ried. Deshalb wurde es auch in dieser Zeit als Kanonen- oder Rohrputzer bezeichnet.

Die Seerose

Seerose1Die Seerose trägt ein Weißnarrenhäs, bestehend aus Hose, Rock, Haube und Dreispitz mit einer lieblichen Glattlarve. Die auf das Häs aufgenähten Seerosenblüten in grün und gelb und die feinen Glöckchen unterstreichen den charmanten und angenehmen Charakter dieser Figur. Unter der Maske der Seerose befinden sich ausschließlich Mädchen oder Frauen.
Als Narrenattribut trägt sie eine Narrenwurst. Obwohl die symbolische Bedeutung der Wurst auf Phallus, Verfressenheit oder Schlagstock hinweist, wird sie heute nur noch zum Necken der Zuschauer eingesetzt.
Die Seerose gibt es seit 1965 und ist somit die jüngste Narrenfigur der Bauzemeck-Zunft Ostrach.

Die Hexe

HexDie Hexe ist gewandet in eine als Hexenhäs stilisierte Bürgerinnentracht des Mittelalters, die aus grüner Bluse, braunem Rock, roter Weste und gelber Schürze zusammen gesetzt ist. Das typische Hexengesicht schließt eine Maskenhaube ab, die von einem Fuchsschwanz verziert wird. Dieser attestiert dem Träger laut Werner Metzger Boshaftigkeit, Verschlagenheit und eine Neigung zu Lug und Trug. Jede Hexe ist selbstverständlich mit einem möglichst originellen Besen ausgestattet.
Zusammen mit dem Bauzemeck ist die Hexe seit 1951 auf der Straße.

Der Zunftrat

Der Zunftrat setzt sich aus Persönlichkeiten zusammen, die sich um die Organisation der Fasnet und die Erhaltung des heimatlichen Brauchtums bemühen. Das Häs eines Zunftrats ist abgeleitet von einer oberschwäbischen Bauernsonntagstracht mit Dreispitzhut, grünem Rock, brauner Weste, schwarzer Kniebundhose, weißen Strümpfen und Haferlschuhen.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Pflege des närrischen Brauchtums im Jahre 1949 von den alten Mitgliedern der Narrhalla, dem Elferrat wieder aufgenommen. Im Laufe der Jahre setzt sich dann die Bezeichnung Zunftrat durch.

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