Donnerstag, 01 Oktober 2020

Mitgliedszünfte der Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte

Spittl Narren Munderkingen

Zunftbeschreibung

munderkingenFunde aus der Spätantike lassen Munderkingen zu den ältesten Siedlungen Oberschwabens zuordnen. Erstmals wurde Munderkingen im Jahr 792 in einer Urkunde des Klosters Sankt Gallen erwähnt, das Stadtrecht wurde im Jahr 1230 verliehen. Später bildete die Stadt gemeinsam mit Mengen, Riedlingen, Saulgau und Waldsee das Bündnis der Vorderösterreichischen Donaustädte. Munderkingen ist eine traditionelle Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fasnet.

Nachdem in alten Protokollen und Beschreibungen des Heiliggeistspitales in Munderkingen, verschiedene Hinweise über Fasnetsaktivitäten gefunden wurden, entschloss sich der Verein zur Pflege des heimatlichem Brauchtums 1992 die Fasnetsfigur "Spittl-Narr" ins Leben zu rufen.

Narrenruf :

www.spittl-narr.de

Für die einzelnen Maskenbeschreibungen bitte klicken

Der Spittl Narr

Spittlnarr

Die Grundlage der Larve bilden zwei wunderschöne Schnitzereien aus dem Jahr 1740, die sich an der alten Spittalscheuer befanden. Bei diesen sogenannten Neidköpfen handelte es sich um dämonenabweisende Schreckensmasken. Als Larvenhaube wird ein Lammfell angebracht, dies soll an die frühere Zunft der Gerber erinnern. Die Vorderseite des Häßes zieren historische Stadtansichten Munderkingens, während auf der Rückseite das alte Stadtwappen prangt. Die Ärmel zeigen heimische Blumen und Getreide.

Die Grundlage der Larve bilden zwei wunderschöne Schnitzereien aus dem Jahr 1740, die sich an der alten Spittalscheuer befanden. Bei diesen sogenannten Neidköpfen handelte es sich um dämonenabweisende Schreckensmasken. Als Larvenhaube wird ein Lammfell angebracht, dies soll an die frühere Zunft der Gerber erinnern. Die Vorderseite des Häßes zieren historische Stadtansichten Munderkingens, während auf der Rückseite das alte Stadtwappen prangt. Die Ärmel zeigen heimische Blumen und Getreide.

Narrenzunft Unlingen

Zunftbeschreibung

UnlingenDie Gemeinde Unlingen liegt am Fuße des "Bussens", des heiligen Berges Oberschwabens an der stark befahrenen Bundesstraße 311, die von Ulm nach Donaueschingen führt, zwischen den Städten Ehingen und Riedlingen. Die Kanzach, vom Federsee bei Bad Buchau herkommend, durchfließt die Ortschaft und mündet unmittelbar an der Markungsgrenze in die Donau. Neben Unlingen gehören zur Gesamtgemeinde noch die Ortschaften Dietelhofen, Möhringen, Göffingen und Uigendorf mit insgesamt 2.700 Einwohnern.

zur vereinseigenen Homepage:
www.nzunlingen.de


zur Homepage der Gemeinde:
www.unlingen.de


Narrenruf :  Bussakendla Bussaweibla   -   hoi-hoi-hoi

Für die einzelnen Maskenbeschreibungen bitte klicken

Das Bussaweible

BussaweibleDie Bussaweibla sind freundliche Frauengestalten, die in den früheren Jahren auf den Bussen, den "heiligen Berg Oberschwabens", pilgerten, um bei der Bussenmutter Kindersegen zu erflehen. Als Mitbringsel gab es schon immer "Bussakendla", ein aus Zuckergebäck nachgebildetes Wickelkind. Die Kleidung der Bussaweibla ist der Bussentracht angeglichen, die bis zur Jahrhundertwende in unserem Raum getragen wurde. Die Kleidung besteht aus einem langen nach unten weit fallenden Kleid aus buntem Stoff, einem Halbschurz, der Holzmaske mit Kopftuch und einem Henkelkorb. Die Bussaweiblesmaske darf nur von Frauen getragen werden. Das Bussaweibla verteilt beim Umzug aus seinem Henkelkorb selbstgebackene "Bussakendla".

Während des Umzuges hüpfen die Bussaweibla zu den Klängen des eigens für sie von Hr. Paul Huber komponierten Narrenmarsches.

Das Bussakendle

Die Bussakendla sind als Wickelkinder gekleidet. Diese Narrenfigur eignet sich nur für Kinder bis zu zehn Jahren.
Da es seit altersher kindlicher Glaube ist, daß der Storch die Kinder bringt, gesellt er sich beim Umzug auch zu den Bussakendla. Der Storch trägt am linken Bein den Geburtstag in Form eines Wadenbandes. Die Maske des Storches wird von einem Mann getragen. Übrigens brüten auch heute noch Störche auf dem Unlinger Pfarrhaus.

Der Federhanns

FederhansDie Figur des Federhanns geht auf die unrühmliche Zeit der Hexenverbrennung zurück. Im Möhringer Heimatbuch steht geschrieben, daß am 02. März 1596 die Katharina Merk aus Möhringen in Riedlingen wegen Hexerei verbrannt wurde. Im Schuldbekenntnis der armen Frau vor Gericht ist zu lesen: "Bei der peinlichen Befragung (Folter) gab sie an, der böse Feind (Teufel), der sich Federhanns genannt habe,, sei in ihre Kammer gekommen. Dieser habe gesagt, er wolle dafür sorgen, daß sie und ihr Kind das Auskommen haben, doch dafür müsse sie sein "Buol" (Geliebte) sein und von Gott und allen Heiligen abfallen und den Namen Gottes verfluchen. Sie solle auch die Hostie in der Kirche aus dem Mund nehmen, diese heimtragen und unter eine Salbe mischen, um damit Roß und Vieh zu beschädigen. Er sei auch einmal gekommen als sie auf dem Bussen gewesen sei. Dort habe er ihr gesagt, sie solle ein Kind ausgraben, den linken Schenkel abnehmen und eine Salbe daraus sieden. Den Rest solle sie im Grab lassen. Der Federhanns sei achtmal bei Nacht bei ihr gewesen.

Der Stachajoggl

StachajockelDie Fasnetsfigur "Stachajoggl" geht auf folgende Beschreibung im Heimatbuch zurück: "Der letzte Fasnarr, der Stachajoggl, hatte nach seinem Tod keinen Nachfolger. Man nannte ihn auch Pelzmaul. Seine Kleidung bestand aus herabhängenden Stoffstreifen, bunt aus allen Farben zusammengesetzt, auf dem Rücken hing eine Puppe, in der Hand hatte er einen Strick mit Knoten, einen Stock oder einen Hägeschwanz. Auch Glöckchen waren seinem sonderbaren Aufzug aufgenäht. Die Kinder sprangen in den Fasnachtstagen um ihn herum und neckten ihn: "gäh – gizehgäh". Von vielen war er gefürchtet. Seine aus Stoff hergestellte Kopfbedeckung war zugleich eine Maske mit langer roter Nase, für Kinder wirklich zum Fürchten. Beim Theaterspiel mußte er für die Aufrechterhaltung der Ordnung sorgen. Man nahm’s dem armen Mann nicht übel, wenn er in der Fasnetszeit in den Häusern bettelte.

Der Hexenverbrenner

Hexaverbrenner
Die Hexenverbrenner
Im ausgehenden Mittelalter wütete auch in unserer Gegend die Inquisition. Bei Unlingen befand sich der Richtplatz für die Hexaverbrennungen des Dürmentinger Gerichts. In der "Hub" wurden zig dieser unglücklichen Frauen verbrannt. Dieses düstere dämonenhafte Kapitel unserer Ortsgeschichte
dieser Gestalt eines Henkerknechts sind die dunkelbraune Farbe der Maske und die großen Flammen auf dem hellbraunen Gewand, die das Feuer bildlich darstellen. Die abstoßenden Gesichtszüge sind geprägt durch eine geierartige Hakennase und eine flammenfarbige Zunge – Symbol für die Falschheit und Verlogenheit ihres historischen Vorbildes. Als Geschell trägt der Hexaverbrenner einen Lederriemen mit großen Glocken, dazu einen hölzernen Pranger und andere Marterwerkzeuge

Narrenzunft Steinhilben

Zunftbeschreibung

SteinhilbenAbseits der großen Straßen, die von Süden nach Norden führen, liegt auf einer Anhöhe der rauhen Schwäbischen Alb Steinhilben.

Narrenruf :  Schlippr-Schlappr   -  Hülaschlappr

www.narrenzunft-steinhilben.de

Für die einzelnen Maskenbeschreibungen bitte klicken

Der Hanswurschtel

Der Hanswurchtel ist die älteste Steinhilbener Fasnetsfigur. Es handelt sich um einen Clown- Kostüm steckenden Narren, dessen Kostüm ergänzt wird durch einen Spitzhut und Glöckchenkragen.

Der Hülaschlapper

Huelaschlapper3Der Hülaschlapper findet den Ursprung bei der bekannten Wasserarmut auf der Albhochfläche und den sechs Hülben im Dorf. Von den Nachbargemeinden wurden Steinhilber mal aus Neid und in nassen Jahren aus Schadenfreude als “Hülaschlappr” verschrien, da sie in trockenen Zeiten ihre Hülen als Wasserreservoir bewachten. In regnerischen Zeiten trat so manche Hüle über die Ufer, so daß einige Dorfwege durchs Wasser führten.

Der Küchlesnarr

Kuechlesnarr1Die Küchlesnarren entstanden 1983 und gehen auf eine alte Tradition zurück. Am “Schmotzigen Doschtig” zogen die Jungnarren durchs Dorf und sagten vor jedem Haus ihren Vers auf.

Die Schwarzhüla-Hutzel

Schwarzhuelahuzel1Die Schwarzhüla – Hutzel entstanden 1985. Am Dorfrandvon Steinhilben stehen auf einer Anhöhe
10–12 Fichten. Sie sind heute noch das Wahrzeichen der früheren Schwarzhüle. Nach alter Sage trieben hier die Schwarzhüla-Hutzel ihr Unwesen.

Bräutelzunft Scheer / Donau

Bräutelzunft Scheer / Donau

ScheerDas traditionsreiche Städtchen Scheer ist romantisch eingebettet in einer Flußschleife der oberen Donau. Ihren Namen erhielt die kleinste Stadt im Landkreis von den Felsklippen, früher Scerrae genannt, welche in Scheer als Abschluß des Oberen Donautales noch einmal auftreten.

Das Bräuteln, ist der Hauptbestandteil der Scheeremer Fasnet. Der Ursprung geht bis zum 30jährigen Krieg zurück. Damals wurde die Grafschaft im hochfürstlichen Schloß in Scheer ausgeplündert, und durch die Pest war die Einwohnerzahl von 800 auf 300 gesunken.

Narrenruf :  Zi - U, Zi - U, Zi - U

www.zi-u.de

Für die einzelnen Maskenbeschreibungen bitte klicken

Der Mußbrenner

Mussbrenner2Der Mußbrenner ist die jüngste Fasnetsfigur in Scheer.Das gelbe Häs, das in eine geschwungene Zipfelhaube ausläuft, gleicht mit seinen dunkel- und hellroten Streifen einer lodernden Flamme.Die Figur erinnert an ein Ereignis aus dem Jahre 1827: Ein wohlbekannter Ratsherr in Scheer wollte ein Haus anzünden, aber dieses Vorhaben gelang ihm nicht und er schrie immerzu: ”s´muas brenna, s´muas brenna”.

Der Rußler

RusslerDer Rußler, auch großer Fasnetsnarr genannt, wird dem heidnischen Brauchtum zugeordnet.
Der Rußler erinnert an den alten Dämonenglauben, wobei die schwarze Zunge an die Pest erinnern soll.

Der Hanswurst

Hans Wurst 1Der Hanswurst (Einzelmaske) ist dem Höfischen Brauchtum entnommen.

Das Brautpaar

Im Mittelpunkt des Geschehens steht am Fasnachtsmontag (der Haupttag der Scheerer Fasnacht) das Brautpaar, das von zwei neuvermählten Gesellen dargestellt wird. Zuvor lädt der Obergeselle mit zwei seiner Bräutlergesellen die seit der letzten Fasnet neuvermählten und zugezogenen Personen in Scheer zum Bräuteln ein.

Brauchtum braucht Partner