Zünfte entscheiden über Orte der Narrentreffen

Konvern der VFON genehmigt Freundschaftstreffen in Bad Saulgauer Teilorten - von Eugen Kienzler -
konvent 2024
ALTSHAUSEN - Am vergangenen Samstagnachmittag war die Narrenzunft Altshausen Gastgeberin des Konvents der Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte (VFON).
Entschieden wurde unter anderem über die Vergabe von Ringtreffen. Um die Durchführung des Ringtreffens und des Konvents 2028 hatte sich die Narrenzunft Steinhilben beworben und auch das einstimmige Votum der Versammlung erhalten. Ebenso wurde dem Antrag des Narrenvereins Haid-Bogenweiler-Sießen zur Durchführung eines Freundschaftstreffens in 2026 anlässlich des 33-jährigen Jubiläums stattgegeben.
Die VFON umfasst 27 Narrenzünfte, darunter auch die OHA-Bruderschaft, mit rund 11.000 Mitgliedern aus sieben Landkrei sen. Das Konvent ist die satzungsgemäße Generalversammlung, zu der sich immer im Frühjahr die Vorsitzenden der Vereine und Zünfte und ihre Stellvertreter treffen.
Im Haus der Impulse der Volksbank Altshausen konnte der Präsident Reinhard Siegle auch den Bürgermeister von Altshausen, Patrick Bauser, begrüßen. Dieser äußerte in seinem närrisch-humorvollen Grußwort die Bedenken, dass die VFON an seinem Bürgermeisterstuhl säge, da sie ihn bereits als stellvertretenden Bürgermeister eingeladen habe.
Ernster wurde er bei den Themen Ehrenamt und überbordende Bürokratie, die auch Teil der Ursachen sind, dass immer weniger Menschen bereit sind, Führungsverantwortung zu übernehmen.
Klaus Eisele begrüßte namens der Narrenzunft Altshausen seine Kolleginnen und Kollegen mit „Wir sind im Haus der Impulse, hoffen wir, dass wir gute Impulse für unsere Arbeit in der Vereinigung setzen“. In seinem Bericht ließ Präsident Siegle nochmals das Narrenjahr 2023/24 Revue passieren, bei dem das „Schnapszahljubiläumsringtreffen“ in Altshausen als Gemeinschaftsprojekt der OHA-Bruderschaft im Mittelpunkt stand.
In der Aufnahme der schwäbisch-alemannischen Fasnet in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes sieht Siegle die Verpf lichtung, die Themen Fasnet und Brauchtumspf lege im Spannungsfeld der Eventkultur gesellschaftlich zu platzieren und vor allem die Jugend in das „kulturelle Boot Fasnet“ einzubeziehen. Diesem Anliegen diene auch die Einrichtung eines Jugendausschusses innerhalb des VFON.
In den Berichten der beiden Vizepräsidenten Jochen Fundel und Jörg Ritter waren neben der Bilanz der abgelaufenen Fasnetssaison mit dem traditionellen Ringlindenmessen in Heudorf die Aktivitäten rund um Ehrenamt und Bürokratieabbau beim „Runden Tisch“ des Innenministeriums die Themen. Die Berichte des Schatzmeisters Harry Vojta, des Kanzellars Jochen Große, des Brauchtumsmeisters Reiner Michler, der Jugendvertreterin Nadine Wassmer und des Pressereferenten Daniel Dangelmaier gaben einen Überblick über die vielfältigen Aufgaben des Verbandes, zeigten aber auch, dass die Vereinigung auf gutem Weg ist.Ein Ziel wird in Zukunft die Arbeit bestimmen, nämlich die Teilhabe an der Digitalisierung und das Thema „Social Media“. Der WhatsApp-Kanal als
Kommunikationsmittel sei ein Beispiel dafür, so der Pressereferent. Die fällige Entlastung durch die Marketingleiterin der Volksbank Altshausen Brigitte Fischer war Formsache.
Mit dem „Gott sei Dank, s’goht dr’gega“ setzte der Präsident Reinhard Siegle den Schlusspunkt des Konvents und die Ankündigung für die VFON-Fasnetssaison 2024/25.