Mittwoch, 12 August 2020

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Ringtreffen 2020 in Blaustein
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Narrenzunft Unlingen

Zunftbeschreibung

UnlingenDie Gemeinde Unlingen liegt am Fuße des "Bussens", des heiligen Berges Oberschwabens an der stark befahrenen Bundesstraße 311, die von Ulm nach Donaueschingen führt, zwischen den Städten Ehingen und Riedlingen. Die Kanzach, vom Federsee bei Bad Buchau herkommend, durchfließt die Ortschaft und mündet unmittelbar an der Markungsgrenze in die Donau. Neben Unlingen gehören zur Gesamtgemeinde noch die Ortschaften Dietelhofen, Möhringen, Göffingen und Uigendorf mit insgesamt 2.700 Einwohnern.

zur vereinseigenen Homepage:
www.nzunlingen.de


zur Homepage der Gemeinde:
www.unlingen.de


Narrenruf :  Bussakendla Bussaweibla   -   hoi-hoi-hoi

Für die einzelnen Maskenbeschreibungen bitte klicken

Das Bussaweible

BussaweibleDie Bussaweibla sind freundliche Frauengestalten, die in den früheren Jahren auf den Bussen, den "heiligen Berg Oberschwabens", pilgerten, um bei der Bussenmutter Kindersegen zu erflehen. Als Mitbringsel gab es schon immer "Bussakendla", ein aus Zuckergebäck nachgebildetes Wickelkind. Die Kleidung der Bussaweibla ist der Bussentracht angeglichen, die bis zur Jahrhundertwende in unserem Raum getragen wurde. Die Kleidung besteht aus einem langen nach unten weit fallenden Kleid aus buntem Stoff, einem Halbschurz, der Holzmaske mit Kopftuch und einem Henkelkorb. Die Bussaweiblesmaske darf nur von Frauen getragen werden. Das Bussaweibla verteilt beim Umzug aus seinem Henkelkorb selbstgebackene "Bussakendla".

Während des Umzuges hüpfen die Bussaweibla zu den Klängen des eigens für sie von Hr. Paul Huber komponierten Narrenmarsches.

Das Bussakendle

Die Bussakendla sind als Wickelkinder gekleidet. Diese Narrenfigur eignet sich nur für Kinder bis zu zehn Jahren.
Da es seit altersher kindlicher Glaube ist, daß der Storch die Kinder bringt, gesellt er sich beim Umzug auch zu den Bussakendla. Der Storch trägt am linken Bein den Geburtstag in Form eines Wadenbandes. Die Maske des Storches wird von einem Mann getragen. Übrigens brüten auch heute noch Störche auf dem Unlinger Pfarrhaus.

Der Federhanns

FederhansDie Figur des Federhanns geht auf die unrühmliche Zeit der Hexenverbrennung zurück. Im Möhringer Heimatbuch steht geschrieben, daß am 02. März 1596 die Katharina Merk aus Möhringen in Riedlingen wegen Hexerei verbrannt wurde. Im Schuldbekenntnis der armen Frau vor Gericht ist zu lesen: "Bei der peinlichen Befragung (Folter) gab sie an, der böse Feind (Teufel), der sich Federhanns genannt habe,, sei in ihre Kammer gekommen. Dieser habe gesagt, er wolle dafür sorgen, daß sie und ihr Kind das Auskommen haben, doch dafür müsse sie sein "Buol" (Geliebte) sein und von Gott und allen Heiligen abfallen und den Namen Gottes verfluchen. Sie solle auch die Hostie in der Kirche aus dem Mund nehmen, diese heimtragen und unter eine Salbe mischen, um damit Roß und Vieh zu beschädigen. Er sei auch einmal gekommen als sie auf dem Bussen gewesen sei. Dort habe er ihr gesagt, sie solle ein Kind ausgraben, den linken Schenkel abnehmen und eine Salbe daraus sieden. Den Rest solle sie im Grab lassen. Der Federhanns sei achtmal bei Nacht bei ihr gewesen.

Der Stachajoggl

StachajockelDie Fasnetsfigur "Stachajoggl" geht auf folgende Beschreibung im Heimatbuch zurück: "Der letzte Fasnarr, der Stachajoggl, hatte nach seinem Tod keinen Nachfolger. Man nannte ihn auch Pelzmaul. Seine Kleidung bestand aus herabhängenden Stoffstreifen, bunt aus allen Farben zusammengesetzt, auf dem Rücken hing eine Puppe, in der Hand hatte er einen Strick mit Knoten, einen Stock oder einen Hägeschwanz. Auch Glöckchen waren seinem sonderbaren Aufzug aufgenäht. Die Kinder sprangen in den Fasnachtstagen um ihn herum und neckten ihn: "gäh – gizehgäh". Von vielen war er gefürchtet. Seine aus Stoff hergestellte Kopfbedeckung war zugleich eine Maske mit langer roter Nase, für Kinder wirklich zum Fürchten. Beim Theaterspiel mußte er für die Aufrechterhaltung der Ordnung sorgen. Man nahm’s dem armen Mann nicht übel, wenn er in der Fasnetszeit in den Häusern bettelte.

Der Hexenverbrenner

Hexaverbrenner
Die Hexenverbrenner
Im ausgehenden Mittelalter wütete auch in unserer Gegend die Inquisition. Bei Unlingen befand sich der Richtplatz für die Hexaverbrennungen des Dürmentinger Gerichts. In der "Hub" wurden zig dieser unglücklichen Frauen verbrannt. Dieses düstere dämonenhafte Kapitel unserer Ortsgeschichte
dieser Gestalt eines Henkerknechts sind die dunkelbraune Farbe der Maske und die großen Flammen auf dem hellbraunen Gewand, die das Feuer bildlich darstellen. Die abstoßenden Gesichtszüge sind geprägt durch eine geierartige Hakennase und eine flammenfarbige Zunge – Symbol für die Falschheit und Verlogenheit ihres historischen Vorbildes. Als Geschell trägt der Hexaverbrenner einen Lederriemen mit großen Glocken, dazu einen hölzernen Pranger und andere Marterwerkzeuge

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